Vergangenheit und Zukunft – unsere Historie

Die gibb zwischen Tradition und Moderne: 1826–2026

Was 1826 als kleine Schule eines Berner Tischlers begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer der prägendsten Berufsbildungsinstitution der Schweiz.

Die gibb bleibt in Bewegung – seit 200 Jahren und mit Blick nach vorn. Gemeinsam prägen wir das Bildungswesen und entwickeln uns weiter für den kontinuierlichen Wandel unserer Branchen.

1826 – Die Anfänge der Berufsbildung in Bern

Die von einem Berner Tischler als private Sonntagsschule geführte «Technische Zeichnungsschule» wird zur «Handwerker-Schule in Bern». Die kantonale Regierung unterstützt sie von Anfang an. Ab 1860 beteiligt sich auch die Gemeinde Bern finanziell, ab 1884 der Bund.

 

1899 – Kunst trifft Handwerk

Durch den Anschluss der Kunstschule entsteht im Kornhaus die «Handwerker- und Kunstgewerbeschule». Die Schule zählt im Gründungsjahr 973 Lernende.

 

1910 – Übergang in die städtische Verantwortung

Die «Handwerker- und Kunstgewerbeschule» geht am 1. Januar 1910 als «Gewerbeschule der Stadt Bern» an die Gemeinde über.

 

1939 – Ein neues Schulhaus in der Lorraine

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird die neue «Gewerbeschule» in der Lorraine eröffnet – ein städtebaulich avantgardistischer Bau von Hans Brechbühler. Das Gebäude signalisiert die Bedeutung der beruflichen Grundbildung.

 

1939 – Wachstum trotz Kriegszeiten

Im Sommersemester besuchen 2116 Lernende die Gewerbeschule an insgesamt vier Standorten in Bern.

 

1984 – Der Name «gibb» entsteht

Aus der Gewerbeschule wird die «Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern» (gibb).

 

1999 – Ein moderner Campus für die Zukunft

Im Lorrainequartier wird der neue Campus von Frank Geiser eröffnet. Die Zahl der Lernenden steigt auf knapp 8000.

2001 – Neue Strukturen im Bildungswesen

Der Kanton ist neu für alle Berufsfachschulen und Gymnasien zuständig. An der gibb unterrichten 592 Lehrpersonen 6548 Lernende der beruflichen Grundbildung, 845 Berufsmaturandinnen und -maturanden sowie 991 Absolvierende der beruflichen Weiterbildung.

2011 – Erweiterung im Breitenrainquartier

Die gibb bezieht im Breitenrainquartier das von Graber Pulver Architekt:innen renovierte und erweiterte Schulhaus Viktoria. Damit ist die gibb an sieben Standorten präsent.

 

2019 – Markenentwicklung - eine breitere Identität

Die gibb erhält einen neuen Namen: gibb Berufsfachschule Bern. Der Namenswechsel signalisiert, dass heute an der gibb auch andere als gewerblich-industrielle Berufe präsent sind.

 

2021 – Fusion zur Abteilung DMG

In der gibb fusionierten per 1. August 2021 die beiden kleineren Abteilungen für Mechanisch-Technische Berufe (MTB) und für Gewerbe-, Dienstleistungs- und Laborberufe zu einer neuen grossen Abteilung für Dienstleistung, Mobilität und Gastronomie (DMG).

 

2022 – Der Schritt ins hybride Lernen

Innerhalb von wenigen Monaten durchlief die Höhere Berufsbildung einen grundlegenden didaktischen und technischen Transformationsprozess. Das hybride Unterrichtsmodell wird breit eingeführt.

 

2024 – Lernen neu gedacht

Der Unterricht wird zunehmend in Richtung Flexibilisierung, Individualisierung und Selbststeuerung vorangetrieben. Die Rolle der Lehrpersonen entwickelt sich zur Lernbegleitung.

 

2026 – Wir feiern

Die gibb Berufsfachschule Bern wird 200-jährig. Gemeinsam setzen wir Leuchttürme, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und zukunftsorientiert unsere Bildung ist.

Die gibb heute

Heute ist die gibb Berufsfachschule Bern die grösste Berufsfachschule der Schweiz. In 7 Schulhäusern arbeiten 750 Mitarbeitende mit 7000 Lernenden aus über 60 Berufen, 1000 Studierenden in über 40 Weiterbildungen sowie 1000 Berufsmaturandinnen und -maturanden. In allen Bildungsgängen verpflichten wir uns demselben Ziel: Die jungen Berufsleute sollen zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten und zu kompetenten Fach- oder Führungspersonen heranreifen.

Die Bildungslandschaft befindet sich im stärksten Wandel seit Jahrzehnten. Technologische Innovationen, veränderte gesellschaftliche Erwartungen und neue Anforderungen des Arbeitsmarkts prägen die Art und Weise, wie wir lernen, lehren und zusammenarbeiten. Die Bildung der Zukunft ist flexibel, vernetzt, digital erweitert und stark praxisorientiert. Sie stellt den Menschen mit seinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Potenzialen in den Mittelpunkt. Für die gibb Berufsfachschule Bern bedeutet dies nicht nur eine Anpassung an neue Realitäten, sondern vor allem eine Chance, ihre Rolle als zukunftsorientierte, innovative Bildungsinstitution weiter auszubauen.

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