Innendekorateur/in EFZ

Innendekorateure und Innendekorateurinnen verschönern Wohnungen und Geschäftsräume. Sie restaurieren Möbel, verlegen Bodenbeläge, ziehen Tapeten auf, montieren Beleuchtungskörper und übernehmen andere dekorative Arbeiten.

Innendekorateure tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, dass Wohn- und Geschäftsräume behaglich und komfortabel werden. Sie verlegen Teppiche und Bodenbeläge, montieren Vorhänge, Dekorationen, Wandverspannungen, Leuchten sowie Innenbeschattungsanlagen und polstern, reparieren, pflegen und restaurieren Möbel.

In der Grundbildung spezialisieren sich Innendekorateurinnen auf eine von sechs Fachrichtungen: Polstern, Bodenbelag, Montage, Vorhang, Sattlerei oder Tapete. Diese Fachrichtungen unterscheiden sich durch betriebstypische Facharbeiten.

In der Fachrichtung Polstern steht das traditionelle Polstern im Vordergrund. In der Fachrichtung Bodenbelag werden vor allem Hart- und Parkettbeläge verlegt. In der Fachrichtung Montage liegt der Schwerpunkt bei der Montage von Möbeln und dem Anpassen von Böden, Wänden und Decken. In der Fachrichtung Sattlerei werden primär Sattlerartikel hergestellt und repariert. In der Fachrichtung Tapete werden vorrangig Tapeten aufgezogen. Innendekorateure der Fachrichtung Vorhang sind spezialisiert auf die Anfertigung und Montage von Vorhängen sowie auf die Herstellung von Bettwaren.

Neben den Grundlagenarbeiten modernes Polstern, Möbelpflege und Möbelreparatur sowie Montage von Einrichtungsgegenständen beinhalten alle Fachrichtungen – mit Ausnahme Vorhang – das Verlegen von Teppichen und das Ausführen von Wand- und Kantenabschlussarbeiten.

Die meisten Arbeiten werden im Atelier vorbereitet und ausgeführt. Im daran angeschlossenen Ladenlokal beraten Innendekorateurinnen ihre Kunden und Kundinnen in Bezug auf Gestaltungsmöglichkeiten und Materialwahl. Ihr Arbeitsort beschränkt sich jedoch nicht auf das Atelier. Für Massaufnahmen und Montagearbeiten fahren sie zu ihren Kunden und Kundinnen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Reglement vom 21.5.1999 (in Revision)

Dauer

4 Jahre

Fachrichtungen

  • Polstern
  • Bodenbelag
  • Montage
  • Vorhang
  • Sattlerei
  • Tapete

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Innendekorations­betrieb

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

Berufsbezogene Fächer

Fachzeichnen, Materialkenntnisse, Fachkenntnisse (Umwelt, Ökologie; Qualität, Pflege; Arbeitsmittel und -methoden; Stil, Formen, Farbe, Raum), Fachrechnen

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Innendekorateur/in"

Weiterbildung

Kurse
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, des Verbandes interieursuisse sowie von Zulieferbetrieben

Berufsprüfung (BP)
Mit eidg. Fachausweis:

  • Innendekorateur/in
  • Einrichtungsberater/in
  • Wohntextilgestalter/in
  • Fachpolsterer/-polsterin
  • Farbdesigner/in
  • Gestalter/in im Handwerk
  • Höhere Fachprüfung (HFP)
  • Dipl. Innendekorateur/in

Höhere Fachschule
Bildungsgänge in verwandten Fachrichtungen, z. B. dipl. Farbgestalter/in HF oder dipl. Techniker/in HF Bauplanung, Vertiefung Innenarchitektur

Fachhochschule
Z. B. Bachelor of Arts (FH) in Innenarchitektur oder Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign

Quelle: berufsberatung.ch

Weiterführende Informationen

  • Stoffverteilungsplan Berufskundlicher Unterricht

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