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LGBTIQ+
LGBTIQ+ ist eine Abkürzung für:
Lesbian (lesbisch): Eine Frau, die sich romantisch oder sexuell zu Frauen hingezogen fühlt.
Gay (schwul): Ein Mann, der sich romantisch oder sexuell zu Männern hingezogen fühlt.
Bisexual (bisexuell): Eine Person, die sich zu Männern und Frauen hingezogen fühlt.
Transgender (transgeschlechtlich): Eine Person, deren Geschlechtsidentität nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.
Intersex (intergeschlechtlich): Eine Person, die mit körperlichen Merkmalen geboren wurde, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind.
Queer (nicht heteronormativ, oft als Sammelbegriff verwendet): Ein offener Begriff für Menschen, die nicht heterosexuell oder nicht cisgender sind. (Cisgender = Geschlechtsidentität entspricht dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht.)
Das + steht für weitere Identitäten und Orientierungen: Zum Beispiel asexuell (kein sexuelles Interesse), pansexuell (Anziehung unabhängig vom Geschlecht), non-binär (nicht männlich oder weiblich).
Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und körperliche Geschlechtsmerkmale. Die Vielfalt innerhalb der LGBTIQ+-Community ist gross und umfasst Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten.
Viele LGBTQ+ Jugendliche fühlen sich in der Schule unwohl oder unsicher. Warum dies so ist?
Der Sprachgebrauch im Schulalltag ist häufig von homofeindlichen Ausdrücken geprägt, auch transfeindliche, sexistische und rassistische Bemerkungen sind weit verbreitet.
Fast alle der LGBTQ+ Jugendlichen erleben Belästigungen oder Übergriffe, meist in verbaler Form. Körperliche Angriffe kommen seltener vor, sind aber dennoch präsent. Es werden aber nur wenige Vorfälle gemeldet.
Im Unterricht sind LGBTQ+ Themen kaum sichtbar. Die verwendeten Schulmaterialien sind oft heteronormativ und veraltet.
Was kannst du tun, wenn du dich diskriminiert fühlst?
Schwierige Situationen musst du nicht allein bewältigen. Die Beratungsstelle unterstützt dich vertraulich, kostenlos und professionell – auch wenn du unsicher bist, was du tun sollst.
Achte auf dich und deine Grenzen.
Versuche, dich in der Situation so gut du kannst zu schützen.
Dokumentiere die Vorfälle und speichere Nachrichten, Bilder oder Chats.
Sag stopp. Mache der mobbenden Personen klar, dass du ihr Verhalten nicht akzeptierst – am besten in Anwesenheit anderer Personen.
Hol dir Hilfe. Sprich mit einer Lehrperson, der Schulleitung oder melde dich bei der Beratungsstelle für ein vertrauliches Gespräch.
Was tun, wenn du respektlose, diskriminierende oder mobbende Situationen beobachtest?
Zeige Zivilcourage und übernimm Verantwortung für ein faires Miteinander.
Ergreife Partei für die betroffene Person, mach die fehlbare Person auf ihr Verhalten aufmerksam.
Unterstütze die betroffene Person, Hilfe zu holen oder melde dich selbst bei einer Lehrperson, der Schulleitung oder bei der Beratungsstelle.
Auf Schau hin! findest du Informationen zum Thema und kannst Vorfälle melden – auch anonym.
Gemeinsam gegen Diskriminierung und Mobbing
Jede Person trägt Verantwortung für ein respektvolles Miteinander. Nur wenn wir hinschauen, handeln und füreinander einstehen, können wir eine Schule gestalten, in der sich alle sicher und wertgeschätzt fühlen.

