Religion und persönliche Werte

Religiöse und weltanschauliche Überzeugungen prägen die persönlichen Werte eines Menschen und können sich im Alltag auf unterschiedliche Weise zeigen, etwa durch Verhaltensweisen, Traditionen oder moralische Vorstellungen. Solche Unterschiede sind auch im schulischen Umfeld präsent und können sowohl bereichernd sein als auch zu Unsicherheiten oder Missverständnissen führen.

Öffentliche Schulen in der Schweiz sind konfessionell neutral. Jede Person hat das Recht, an eine Religion zu glauben oder keiner anzugehören. Ab dem 16. Lebensjahr dürfen Lernende selbst über ihre religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen entscheiden.

Ein respektvoller Austausch über Religion und persönliche Werte hilft, Vorurteile abzubauen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Lernende sollen ermutigt werden, ihre eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren und offen zu kommunizieren. Toleranz, Respekt und Dialog schaffen ein inklusives Lernumfeld, in dem unterschiedliche Überzeugungen Platz haben.

Was kannst du tun, wenn du dich diskriminiert fühlst?

  • Schwierige Situationen musst du nicht allein bewältigen. Die Beratungsstelle unterstützt dich vertraulich, kostenlos und professionell – auch wenn du unsicher bist, was du tun sollst.

  • Achte auf dich und deine Grenzen.

  • Versuche, dich in der Situation so gut du kannst zu schützen.

  • Dokumentiere die Vorfälle und speichere Nachrichten, Bilder oder Chats.

  • Sag stopp. Mache der mobbenden Personen klar, dass du ihr Verhalten nicht akzeptierst – am besten in Anwesenheit anderer Personen.

  • Hol dir Hilfe. Sprich mit einer Lehrperson, der Schulleitung oder melde dich bei der Beratungsstelle für ein vertrauliches Gespräch.

Was tun, wenn du respektlose, diskriminierende oder mobbende Situationen beobachtest?

  • Zeige Zivilcourage und übernimm Verantwortung für ein faires Miteinander.

  • Ergreife Partei für die betroffene Person, mach die fehlbare Person auf ihr Verhalten aufmerksam.

  • Unterstütze die betroffene Person, Hilfe zu holen oder melde dich selbst bei einer Lehrperson, der Schulleitung oder bei der Beratungsstelle.

  • Auf Schau hin! findest du Informationen zum Thema und kannst Vorfälle melden – auch anonym.

Gemeinsam gegen Diskriminierung und Mobbing

Jede Person trägt Verantwortung für ein respektvolles Miteinander. Nur wenn wir hinschauen, handeln und füreinander einstehen, können wir eine Schule gestalten, in der sich alle sicher und wertgeschätzt fühlen.

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