Projekt «ABU Flex» – vier Module, viele neue Erfahrungen

Bild: Ena Karla Oberan – Girlhood. (Abschlussarbeit BM Gestaltung & Kunst 2026)


Mit dem Projekt «ABU Flex» sammelten die Zeichner:innen EFZ in der Bauabteilung erstmals Erfahrungen mit einem modular aufgebauten ABU-Unterricht. Wahlmodule, bilinguale Sequenzen und digitale Lernformen sorgten dabei für neue Impulse im Unterrichtsalltag.


Im allgemeinbildenden Unterricht der Zeichner:innen EFZ wurde mit dem Projekt «ABU Flex» erstmals ein modular aufgebautes Unterrichtssetting entwickelt und umgesetzt. Vier ABU-Lehrpersonen arbeiteten dabei gemeinsam an einem neuen Unterrichtsformat im Themenbereich «Die Schweiz in Europa und der Welt».


Die Lernenden konnten aus vier Modulen – Migration, Handelsbeziehungen, Globalisierung sowie Geschichte der EU – zwei Themen auswählen, mit denen sie sich während mehrerer Wochen vertieft auseinandersetzten. Das Modul «Globalisierung» wurde bilingual auf Deutsch und Englisch angeboten und gab auch Lernenden ohne bisherigen bilingualen Unterricht die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit zweisprachigem Lernen zu sammeln.


Ein besonderer Höhepunkt und zugleich Abschluss des Moduls war der Besuch der EU-Botschaft in Bern. Der neue EU-Botschafter Andreas Künne gab den Lernenden spannende Einblicke in die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union und beantwortete ihre Fragen im direkten Austausch.


Das Projekt brachte neue Bewegung in den Unterricht: Während vier Wochen besuchten die Lernenden den Unterricht bei einer anderen ABU-Lehrperson und lernten unterschiedliche Unterrichtsstile und Schwerpunkte kennen. Die Wahlfreiheit bei den Modulen sowie die Möglichkeit, eigene Interessen zu vertiefen, wurden von den Lernenden sehr geschätzt. Gleichzeitig konnten die Lehrpersonen ihre persönlichen Interessen und Stärken gezielt in die einzelnen Module einbringen.


Mit «ABU Flex» wurde der allgemeinbildende Unterricht gezielt in Richtung individualisierter und digital unterstützter Lernsettings weiterentwickelt. Das Projekt knüpfte an Entwicklungen im BKU an, wo bereits mit modularisierten Unterrichtsformen gearbeitet wird.


Auch digitale Lernformen und künstliche Intelligenz spielten im Projekt eine Rolle. Mithilfe eines KI-gestützten Lernbots konnten die Lernenden selbstständig Lernziele bearbeiten und direktes Feedback erhalten. Zudem sollen in Zukunft auch Elemente des neuen kantonalen ABU-Schullehrplans in die Unterrichtsentwicklung einfliessen.

Kontakt

Simon Schenk

Fachgruppenleitung ABU BAU

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