Sprachförderung an der gibb: sprachsensibel zum Ausbildungserfolg

Bild: Wim Losinger – Haut aus Stein. (Abschlussarbeit BM Gestaltung & Kunst 2026)

Die sprachlichen Anforderungen im (Berufs-)Alltag unserer Lernenden steigen. Die Forschung zeigt klar, dass ungenügende Sprachkompetenzen bei Lehrabbrüchen und dem Nichtbestehen des QV eine Schlüsselrolle spielen. Genau hier setzt die Sprachförderung der gibb an: Sie unterstützt und entlastet Lehrpersonen mit Beratung, Materialien und Weiterbildungen. Ein zentrales Element ist die verbindliche Lernstandsermittlung (LSE) zu Beginn jeder Lehre, die Lernhürden früh sichtbar macht.

Die zunehmenden sprachlichen Anforderungen im Berufsalltag, der wachsende Stellenwert von Lesen und Schreiben sowie die fortschreitende Digitalisierung stellen Lernende wie auch Lehrpersonen vor neue Herausforderungen. Es ist empirisch belegt, dass die Wirksamkeit sprachsensibler Konzepte stark von der Umsetzung durch die Lehrperson abhängt. Die Fachpersonen Sprache unterstützen Berufs- und Fachgruppen auf Anfrage mit individuell angepassten Angeboten. Dazu gehören zum Beispiel die gemeinsame Entwicklung sprachsensibler Aufgaben, das Formulieren verständlicher Prüfungsaufträge oder transparenter Beurteilungskriterien sowie die Nutzung von Redemitteln und niederschwelliger Sprache.


Ein zentrales Element der Sprachförderung ist die Lernstandsermittlung (LSE), die zu Beginn der Lehre verbindlich im ABU durchgeführt wird. Die LSE schafft Transparenz über mögliche Lernhürden und bildet die Grundlage für gezielte Fördermassnahmen, wie zum Beispiel eine Anmeldung zur Lernbegleitung. Damit trägt die LSE wesentlich zu einer erfolgreichen Ausbildung bei.  

Im Schuljahr 2025/26 umfasste das Weiterbildungsangebot der Sprachförderung unter anderem Veranstaltungen zu KI im ABU, zu Herausforderungen im Umgang mit ADHS/ASS, eine vierteilige Reihe zur DaZ-Didaktik (Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen, Grammatik) sowie zu der Gestaltung mündlicher Prüfungen. Die unterschiedlichen Angebote haben alle das Ziel, die Lehrpersonen in ihrem Berufsalltag zu entlasten und die Qualität des Unterrichts an der gibb nachhaltig weiterzuentwickeln.

Auch extern wurde die Sprachförderung dieses Jahr für verschiedene Inputs angefragt.
Sehr gefreut hat uns unter anderem auch die Einladung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zur Durchführung eines Workshops an der Fachtagung zum 95%-Ziel. Das von der gibb initiierte kantonale Netzwerktreffen, welches in diesem Jahr besonders viele neue Teilnehmer:innen verzeichnete, ermöglichte erneut einen wichtigen Austausch zwischen Fachpersonen.

Durch die vielfältigen Aktivitäten hoffen wir, weiterhin einen wirkungsvollen Beitrag dazu zu leisten, sprachliche Hürden abzubauen und die Lernenden auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Berufsabschluss bestmöglich zu unterstützen.

Testimonials

Aline Baumann & Sanja Krička

«Sprachsensibel lehren, erfolgreich ausbilden.»