Bild: Mark Streit – Dr Hansjakobli u ds Babettli. (Abschlussarbeit BM Gestaltung & Kunst 2026)
Mit dem Projekt VR/BIM entwickelt die gibb neue Möglichkeiten für das Lernen in digitalen und immersiven Umgebungen. Lernende bearbeiten berufliche Handlungssituationen mithilfe von Virtual Reality und Building Information Modeling anschaulich, praxisnah und kollaborativ. Das Projekt wird von Movetia mitfinanziert und durch verschiedene Partner, unter anderem BeLEARN, unterstützt.
Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und damit auch die Möglichkeiten des Lernens. Besonders im Berufsfeld Bau gewinnen digitale Modelle, kollaborative Planungsprozesse und immersive Technologien an Bedeutung. Mit dem Projekt VR/BIM prüft die Abteilung BAU der gibb, wie solche Technologien sinnvoll in den Unterricht integriert werden können.
Im Projekt arbeiten Lernende mit digitalen Gebäudemodellen und bewegen sich in virtuellen Lernumgebungen. Sie erkunden beispielsweise ein Gebäude virtuell, erkennen Kollisionen zwischen verschiedenen Fachgewerken oder setzen sich mit Planungsfragen in einem digitalen Modell auseinander. So werden berufliche Handlungssituationen sichtbar, begehbar und gemeinsam bearbeitbar.
Entscheidend ist die didaktische Aufbereitung. VR-Brillen und digitale Modelle allein führen noch nicht zu gutem Lernen. Deshalb werden die Anwendungen mit klaren Lernaufträgen, Reflexionsphasen und passenden Begleitmaterialien verbunden. Lernende sollen fachliche Zusammenhänge erkennen, Entscheidungen begründen und ihre Erfahrungen in den beruflichen Kontext übertragen.
Das Projekt lebt von der Zusammenarbeit verschiedener Beteiligter. Neben der Entwicklung innerhalb der gibb leisten externe Partner wichtige Beiträge zur fachlichen, technischen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung. Die Mitfinanzierung durch Movetia unterstützt die internationale Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung innovativer Lernformen. BeLEARN trägt zusätzlich dazu bei, die Erprobung und Weiterentwicklung des Vorhabens zu ermöglichen.
Damit ist VR/BIM kein isolierter Versuch, sondern ein Beitrag zur Frage, wie immersive Lernanwendungen den Unterricht an Berufsfachschulen sinnvoll ergänzen können. Der Mehrwert entsteht besonders dort, wo virtuelle Lernumgebungen berufliche Situationen zugänglich machen, die sonst nur schwer erfahrbar wären.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Innovation an der gibb verstanden wird: nicht als technischer Selbstzweck, sondern als pädagogische Entwicklung. Neue Technologien werden dort eingesetzt, wo sie Lernprozesse vertiefen, Zusammenarbeit ermöglichen und berufliche Handlungskompetenz fördern.
Testimonials

Livio Maretta
«VR macht Lernen sichtbar und begehbar.»
