- 〡
- News
Bundesrat Guy Parmelin gratuliert der gibb Berufsfachschule Bern zum 200-Jahr-Jubiläum

Grussbotschaft von Bundesrat Guy Parmelin anlässlich der Jubiläumsfeier vom 29. Oktober 2026
Sehr geehrte Frau Direktorin
Sehr geehrter Herr Regierungsrat
Liebe angehende Berufsleute, liebe Mitarbeitende der gibb
Liebe Gäste, geschätzte Damen und Herren
Es ist mir eine grosse Freude, Ihnen allen zum 200-jährigen Bestehen der gibb Berufsfachschule Bern gratulieren zu dürfen.
200 Jahre Bildungsgeschichte – das ist ein beeindruckender Meilenstein. Ein ganz besonderes Jubiläum, das von Beständigkeit zeugt. Aber auch von der Fähigkeit, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und sich stetig weiterzuentwickeln.
1826 gründete ein Berner Tischler eine kleine Sonntagsschule für technisches Zeichnen.
In den folgenden zwei Jahrhunderten entwickelte sich diese nach und nach zu einer Institution von massgeblicher Bedeutung für die schweizerische Berufsbildung. Heute bildet die gibb jährlich über 7000 Lernende in rund 70 verschiedenen Berufen aus. Weiter bietet sie über 1000 Studierenden rund 40 Bildungsgänge der höheren Berufsbildung an. Damit ist sie die grösste Berufsfachschule der Schweiz.
Diese beeindruckende Entwicklung geht Hand in Hand mit der Geschichte der Berufsbildung in unserem Land. Die gibb ist dabei ein zentraler Bestandteil des dualen Berufsbildungssystems. Sie verbindet schulische Bildung mit betrieblicher Praxis und eröffnet jungen Menschen vielfältige berufliche Perspektiven. Berufsfachschulen wie die gibb vermitteln nicht nur Fachkompetenzen, sondern fördern auch Selbstständigkeit. Und sie befähigen die jungen Menschen, sich in einer wandelnden Arbeitswelt weiterzuentwickeln. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Auch ich habe eine Lehre gemacht. Dort habe ich sehr viel für mein Leben gelernt.
Damit die Berufsbildung auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag für Wirtschaft und Gesellschaft leisten kann, muss sie sich stetig weiterentwickeln. Und auf neue Anforderungen reagieren können. Der Bund setzt sich gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt dafür ein, die Qualität und Attraktivität der Berufsbildung langfristig zu sichern und gezielt zu stärken.
Ein Beispiel dafür ist das Projekt «Attraktivität der Berufsbildung». Dieses steht für das gemeinsame Anliegen der Verbundpartner, die Stärken der Berufsbildung noch sichtbarer zu machen und sie als zukunftsorientierten Bildungs- und Karriereweg zu stärken. Dazu gehört auch, die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten nach einem Berufsabschluss aufzuzeigen. Gleichzeitig wird die Berufsbildung gezielt auf die veränderten Anforderungen der Arbeitswelt ausgerichtet.
Denn die Digitalisierung, neue Technologien und sich wandelnde Berufsbilder verändern die Anforderungen an die Berufsbildung. Aber sie bringen auch Möglichkeiten. Berufsfachschulen wie die gibb spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie schlagen die Brücke zwischen theoretischem Wissen und beruflicher Praxis. Und sie tragen dazu bei, die Berufsbildung zukunftsfähig zu gestalten.
Die kommenden Jahre werden zweifellos neue Fragen und neue Herausforderungen mit sich bringen. Ich bin überzeugt, dass die gibb auch künftig mit derselben Innovationskraft, Praxisnähe und Offenheit ans Werk geht: Oder mit anderen Worten: Sie wird auch in 200 Jahren ein Ort sein, an dem junge Menschen ihre berufliche Zukunft gestalten – und damit auch die Zukunft unseres Landes mitprägen.
In diesem Sinne wünsche ich der gibb für die nächsten 200 Jahre viel Erfolg, Innovationskraft und vor allem eines: weiterhin viele Generationen von Menschen, die hier lernen, wachsen und ihre Zukunft gestalten.
Vielen Dank. Ich wünsche Ihnen eine schöne Feier.
Bundesrat Guy Parmelin
Mehr erfahren





