Kaminfeger/in EFZ

Kaminfeger/innen sorgen für effizientes Heizen. Sie reinigen, warten und überprüfen Feuerungsanlagen und Kamine. So reduzieren sie die Schadstoffemissionen und minimieren das Brandrisiko.

Kaminfeger/innen kontrollieren, reinigen und optimieren wärmetechnische Anlagen, die mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden. Bei jeder Reinigung oder Kontrolle überprüfen sie die Anlagen auf feuerpolizeiliche und heiztechnische Mängel. Eine saubere, richtig funktionierende Anlage hat eine längere Lebensdauer, verbraucht weniger Brennstoff, belastet die Luft mit weniger Schadstoffen und ist betriebssicherer.

Kaminfeger/innen beraten ihre Kundschaft in Bezug auf Energiesparmassnahmen und Brandschutz. Ihre Arbeit kann Brände und Explosionen verhindern. Im Rahmen der amtlichen Feuerungskontrolle führen sie auch Emissionsmessungen durch. Damit leisten sie einen Beitrag zum Umweltschutz.

Die Bedienung elektronisch gesteuerter Anlagen erfordert besondere Sachkenntnisse, ebenso die technischen Unterschiede der verschiedenen Feuerungsanlagen: Öfen, Herde, Cheminées, Zentralheizungen mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, industrielle und gewerbliche Grossfeuerungsanlagen. Zudem erscheinen laufend neue wärmetechnische Anlagen, die sich im Aufbau und in den technischen Einrichtungen wesentlich von älteren Anlagen unterscheiden.

Kaminfeger/innen führen ihre Werkzeuge und Apparate in ihrem Wagen mit: Hochdruckreiniger, Staub- und Wassersauger, Rohrwischer, Stahlbürsten, Rollruten etc. Bei der Reinigung von Ölheizungen setzen sie alkalische Lösungsmittel ein, um Schwefelrückstände zu entfernen, die bei der Ölverbrennung entstehen. Für die Feuerungskontrollen an Gas- und Ölfeuerungen, die sie im Rahmen der Luftreinhalte-Verordnung durchführen, setzen Kaminfeger/innen Abgasanalyse-Messgeräte ein.

Für jedes einzelne Gebäude führen Kaminfeger/innen ein Reinigungskontrollbuch, mit dessen Hilfe sie das tägliche Arbeitspensum selbstständig zusammenstellen und die Bewohner über den bevorstehenden Besuch informieren.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 28.9.2010

Dauer

3 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Kaminfegerbetrieb

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

Lerninhalte

  • Kontrolle und Reinigung von wärme- und lufttechnischen Anlagen
  • Gesetzliche Kontrollen von wärmetechnischen Anlagen
  • Kundenberatung und Störungsbehebung
  • Arbeitsorganisation, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und betrieblicher Umweltschutz

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Kaminfeger/in EFZ"

Weiterbildung

Kurse
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen sowie des Schweiz. Kaminfegermeister-Verbands SKMV

Verkürzte Grundbildung
Ofenbauer/in EFZ

Berufsprüfung (BP)
jeweils mit eidg. Fachausweis: Kaminfeger-Vorarbeiter/in, Feuerungskontrolleur/in, Fachmann/-frau für Wärmesysteme, Brandschutzfachmann/-frau

Höhere Fachprüfung (HFP)
Kaminfegermeister/in

Fachhochschule
Bachelor of Science (FH) in Gebäudetechnik (ein Praktikum in der Gebäudetechnikbranche wird von der Fachhochschule vorausgesetzt)

Quelle: berufsberatung.ch

Weiterführende Informationen

  • Stoffplan fachkundlicher Unterricht

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